Mittlerweile hat hier die Regenzeit begonnen und es ist heiß. Richtig heiß.
Die Eingeboren jedoch lächeln nur und meinen, wart nur ab, bis die Regenzeit vorbei ist, DANN wird es erst heiß.
Na dann, Prost Mahlzeit...
Praktischerweise funktioniert die Klimaanlage in meinem Zimmer nicht, das ist meine Entschuldigung für eventuelle Schreibfehler und Ungenauigkeiten in diesem Eintrag, mir steigt die Hitze zu Kopf...
Ich wollte noch über einen Ausflug zum Tsukiji-Fischmarkt erzählen.
Dieser Fischmarkt liegt in Tokyo, in der Nähe des Hafens (logisch, ich sag’s ja, die Hitze) und ist angeblich der größte Fischmarkt der Welt.
Dieser Ausflug war wahnsinnig beeindruckend und das frühe Aufstehen (4.30h) hat sich wirklich gelohnt!
Das hier sind noch die älteren und einfacheren Transportmittel, es fahren auch viele kleine Fahrzeuge herum, vier Räder, wahnsinnig schnell und auch gefährlich, da die Leute arbeiten müssen und sich nicht von herumirrenden, müden Touristen ablenken oder aufhalten lassen...
Und so sieht es überall aus, der Fischmarkt ist überdacht und es gibt Straßen (achtung! gefährliche Fahrzeuge), mittelgroße Wege (fast ungefährliche Handkarren) und kleine Wege (hier darf sich alles ohne Räder bewegen, sprich Fußgänger/-innen).
Überall stehen Kartons und Kisten herum, in denen der frischgefangene Fisch gelagert wird.
Die Wege sind nass und manchmal ein bisschen blutig, aber wir hatten zum Glück unsere Hosenbeine davor hochgekrempelt.
da möchte man Koch sein...
...aber kein Fisch...
(diese bluten gerade aus)
Ist das jetzt Tintenfisch oder Octopus?
Ich glaube, Octopus.
Ein Fischer war sehr nett und hat uns einen Fisch halten lassen, der echt schwer war!
Und hier befinden wir uns bei der berühmten Thunfisch-Versteigerung.
Der Thunfisch wurde in derselben Nacht gefangen und sofort auf dem Fisch tiefgefroren.
Ich habe mich ein bisschen wie auf einem Friedhof gefühlt, überall diese großen toten Tiere, mit roten Erkennungsnummer beschrieben.
Und hier, meine sehr verehrten Damen und Herren, sehen Sie den Gewinner des heutigen Morgens in der Kategorie "größter und schwerster Thunfisch".
Ich kenne mich mit Thunfischen nicht aus, aber dieses "Baby" hat sicher über 200 kg gewogen.
(Es ist übrigens wirklich ein Thunfisch, ich dachte zuerst, es sein ein Babywal.)
Wir haben die "Schlachtung" beigewohnt, die trotz der vier involvierten Arbeiter sehr lange gedauert hat. Wie beim Metzgerhandwerk kann nicht einfach drauflosgeschnitten werden, sondern es gibt bestimmte Techniken, damit nichts von dem teuren Fleisch verloren geht.
Der "Haupt-Fisch-Metzger" hatte drei Messer, besser: Schwerter, für die er sicher einen Waffenschein hat; das längste war einen Meter lang!
Und hier noch der Kopf... und die Flosse...
... und ein Kamerateam, die die Schlachtung aufgenommen haben.
Ich war zwischendurch ein bisschen genervt von dem Kameramann, der die Hälfte der Zeit mich anstatt den Thunfisch gefilmt hat und ich keine Lust hatte, morgens um 6h aufgenommen zu werden, aber man hat ja gelernt, sich zu beherrschen :)
Ich hätte wohl ein bisschen Fisch gekauft, wenn ich danach nicht in die Schule gemusst hätte, es sieht schon sehr verlockend aus...
Hier noch eine gute Nachricht: Ich habe Nemo gefunden!
Er ist zwar größer geworden und hat eine neue Schuppenfarbe, aber sonst geht es ihm gut...
Um halb sieben haben wir uns dann in ein winziges Sushi-Restaurant "gezwängt": es war so eng, dass die Chefin, wenn sie hinter uns entlang ging, mir ein paar Mal auf den Rücken klopfte, ich solle mich gerade hinsetzten, weil sie sonst nicht so gut durchkommt...
Und es war so lecker! Da ich in einem deutschen Haushalt wohne, habe ich kein japanisches Frühstück (sprich Reis, Gemüse, Fisch etc), aber ab und zu morgens Sushi, das geht gut...
Bevor ich einen Hitzschlag bekomme, werd ich zur Abkühlung nochmal ins Wohnzimmer gehen, dort funktioniert die Klimaanlage zum Glück...
Gute Nacht!
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