Freitag, 12. Januar 2007

Gedanke für den Tag

Zugegeben, in Tokyo kann man eigentlich für relativ wenig Geld gesund und lecker essen, aber an die Obst- und Gemüsepreise habe ich mich immer noch nicht gewöhnt:
in einem normalen Konbini (convenience store) zahlt man für drei (normale) Bananen 200 Yen (€1,40), ich habe heute einen Apfel für 198 Yen erstanden. Ich hätte auch einen größeren, schöneren für 398 Yen bekommen.
Ich glaube nicht, dass das nur an der Großstadt liegt (in Kyoto gab es sieben Bananen für 105 Yen, also 70 Cent!).

Aber wie in vielen anderen Dingen auch sind Japaner auch was ihr Obst und Gemüse betrifft Perfektionisten: alle Äpfel müssen exakt die gleiche Größe haben. Das könnte ein gutes Motto sein: Fallt bloß nicht auf, Individualisten werden aussortiert. (net böse gemeint)

Haben sie dieses Auswahlverfahren durchlaufen, werden die glücklich auserwählten mit einer Plastikhülle umschweißt und bekommen, damit sie ja keine Macken bekommen, eine weiße „Hose“, naja, eher einen Rock, keine Ahnung, wie man das nennt, schaut selber:






















Ich habe meinen sündhaft teuren Apfel also genüsslich verzehrt.
So, dass war meine Andacht für den Tag.

Also, Leute, esst Obst und kauft auch die veformten Äpfel, sie können ja nichts dafür :)

Habt ein schönes Wochenende!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Jaja, die Obstpreise in Japan... Ich hätte in Matsue (Kleinstadt in Westjapan) einen Beutel mit 6 gleich großen Mandarinen für 498 Yen kaufen können! Mein absoluter Mandarinenpreisrekord!